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Stiftungen

Stiftungen wirken in gesellschaftlichen Bereichen, die in den vergangenen Jahren rasanten Entwicklungen und Veränderungen ausgesetzt sind. So birgt zum Beispiel die digitale Transformation große Chancen für ihre Arbeit und Effizienz, ist aber auch eine große Herausforderung für ihre Neuorganisation. Darüber hinaus wachsen regionale Probleme in einer vernetzten Welt schnell zu komplexen, unüberschaubaren Krisen mit globalen Auswirkungen heran und auf dem ohnehin beweglichen Kapitalmarkt entstehen u.a. mit Kryptowährungen Alternativen gegenüber konventionellen, mündelsicheren Anlagemodellen von Stiftungsvermögen. Außerdem gewinnen Wirkung und Wirkungstransparenz in der Arbeit von Stiftungen massiv an Bedeutung. Menschen wollen wissen, was Engagement bringt. Stiftungen, die erfolgreich und effektiv arbeiten wollen, müssen daher bereit sein, neue Strukturen, Abläufe und Prozesse zu etablieren.

In diesem grundlegenden Wandel unterstützt und berät IMPCT. In tiefgreifenden Analysen vorhandener Stiftungskonstrukte identifizieren wir neue Potenziale sowohl auf Seiten der Stiftung (Strategie, Organisationsentwicklung) als auch auf Seiten der Projekte, die von Stiftungen unterstützt und gefördert werden. Gemeinsam mit ihnen schärfen wir das Profil und die Rolle von Stiftungen als aktive Gestalter der Zivilgesellschaft und steigern so die Wirkung sowie die transparente Kommunikation konkreter Ergebnisse aus der Stiftungsarbeit.

Reimund C. Reich Stiftung
– Hilfe für menschen in not

Schon immer war es Reimund C. Reich ein Herzensanliegen, Menschen in Not zu helfen. Für seine Unterstützung gemeinnütziger Vereine und sozialer Einrichtungen in und um Hamburg gründete er 2008 eine Stiftung. Die Anzahl der geförderten Projekte steigt seither stetig. Im Zentrum des Engagements der Reimund C. Reich Stiftung steht der Aspekt Nachhaltigkeit, hierfür vergibt sie eine Million Euro jährlich an erfolgversprechende Initiativen. Besonders wichtig sind der Reimund C. Reich Stiftung dabei langfristig wirksame Ansätze, die Menschen in schwierigen Lebensphasen helfen. Mit einem Großteil der unterstützten Projekte und Vereine kooperiert die Stiftung seit vielen Jahren, einige darunter sind zu unverzichtbaren Institutionen gewachsen.

Reimund C. Reich, der alle Förderanträge persönlich prüft, die Einrichtungen persönlich besucht und mit den Betreibern spricht, schätzt vor allem Organisationen, denen zwar die starke Lobby fehlt, nicht aber das große Engagement und die überzeugenden Ideen. „Bei uns gibt es keine Scheckheftbezahlung“, betont der Stiftungsgründer.

NGOs

Spätestens der European Green Deal, der den Abbau von Emissionen bis 2050 auf politscher Ebene regelt, hat ein unumgängliches Umdenken der Wirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit erzwungen. Mit neuen Produktionsweisen verändern sich die Märkte. In Zeiten solcher tiefgreifenden Transformationen sind auch NGOs angehalten, ihre eigene Arbeit zu überdenken und das Engagement zeitgemäß weiterzuentwickeln. Dafür bedarf es einer adäquaten Organisation, des richtigen Teams und einer erfolgversprechenden Herangehensweise.

Viele NGOs verschenken allerdings Einfluss und Schlagkraft wegen zu ungenauer inhaltlicher Profile, zu wenig oder zu komplexer Struktur, wegen der Kollision von Haupt- und Ehrenamt oder wegen des fehlenden Geldes. Um NGOs in diesem fordernden Wandel vor der Resignation zu bewahren und zu echter Wirkung zu verhelfen, steht IMPCT bei der Analyse des Potenzials, der Vermittlung von Experten, der Erschließung von Kapital- und Förderquellen sowie beim Aufbau eigener Erlösströme hilfreich zur Seite.

Löwenhaus Harburg

Chancen bestimmen Lebenswege: Kinder brauchen Unterstützung und Aufmerksamkeit, die sie gerade in schwierigen sozialen Verhältnissen mitunter nicht erfahren. Das Löwenhaus in Harburg fördert die Entwicklung von Kindern niedrigschwellig mit motivierender Betreuung bei den Hausaufgaben, abwechslungsreichen Mahlzeiten, Spiel, Spaß und vielfältigen Freizeitangeboten. Im Löwenhaus bekommt jedes Kind die Chance, seine sozialen und kulturellen Fähigkeiten zu stärken.

Bereits seit Herbst 2019 unterstützt IMPCT das Löwenhaus Harburg. Gemeinsam mit den Gründern haben wir eine nachhaltige, wirksame Strategie für diesen wichtigen Ort entwickelt, die Digitalisierung begleitet und effektives Fundraising konzipiert, um die gesellschaftliche Relevanz des Löwenhauses Harburg zu stärken und die Organisation zukunftssicher aufzustellen.

Social Business

Social Entrepreneurs ziehen ihre Kraft aus Inspiration und Empowerment. IMPCT bietet ihnen die perfekte Anlaufstelle, an der professionelles Unternehmertum, interdisziplinäres Netzwerken und Kreativität Social Business den Weg für echte gesellschaftliche Veränderung ebnen. Mit jedem erfolgreichen Social Business kristallisiert sich auch für Zweifler deutlicher heraus, dass eine andere Welt – ein schonender und achtsamer Wandel im Prozess der unaufhaltsam fortschreitenden Globalisierung – möglich ist. Indem die Akteure der Wirtschaft und die Gestalter zivilgesellschaftlichen Zusammenlebens, Zweiter und Dritter Sektor, die Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam anpacken und Social Business diesem Wandel als verbindendes Element eine Form geben.

Dialoghaus Hamburg gGmbH

20 Jahre, 120 Mitarbeiter, Aktivitäten in 40 Ländern und 1,7 Million Besucher – das Dialoghaus Hamburg ist eine Social-Business-Erfolgsstory und Wegbereiter von gelebter Inklusion und Teilhabe. Mit der Gründung eines Social Science Centers plant das Dialoghaus Hamburg, die Themen Inklusion, Diversity und Teilhabe zeitgemäß und in allen Lebensbereichen noch stärker gesellschaftlich zu verankern und weiterzuentwickeln. Mit neuen Inhalten und Konzepten sowie in Kooperationen mit Wissenschaft, Wirtschaft, Technologie, Industrie und Politik entsteht ein partizipativer und interaktiver Erlebnisraum, der Teilhabe nachhaltig im Bewusstsein der Bevölkerung etabliert. Das Social Science Center des Dialoghauses Hamburg erforscht, entwickelt und vermittelt inklusive Ansätze und bietet der Gesellschaft Lösungen, die ein neues Miteinander fördern, in dem jeder sein Potenzial voll ausschöpfen und gesellschaftlich einbringen kann. IMPCT unterstützt das Dialoghaus Hamburg in der zukünftigen Ausrichtung, der Schärfung seiner DNA und der Lobbyarbeit für das Social Science Center.

Wirtschaft

Ein Wirtschaften, das Gewinne „ohne Rücksicht auf Verluste“ einfährt, ist nicht mehr zeitgemäß. Rendite bemisst sich für viele Unternehmen daher nicht mehr allein an Bilanzen. Stattdessen gewinnen der ökologische und soziokulturelle Beitrag der Wirtschaft an Bedeutung. Profitmaximierende Ignoranz gegenüber gesellschaftlicher Verantwortung wird zunehmend vom Verbraucher und seinem wachsenden Bewusstsein für Nachhaltigkeit abgestraft.

IMPCT steht für eine neue, nachhaltige Form des Lebens, Wirtschaftens und Arbeitens, die zu gesunden Kreisläufen führt. Unsere Aufgabe besteht darin, der Wirtschaft zu vermitteln, dass Purpose kein leeres Versprechen sein darf und CSR und CSX weit über die Mülltrennung im Unternehmen hinausreicht. Außerdem unterstützen wir Akteure des Nonprofit-Sektors, die ihren Schwerpunkt im Bereich Nachhaltigkeit haben, mit wirksamen Strategien, Positionierungen sowie Organisationsentwicklungen.

Hamburger Volksbank

Fairness, Solidarität und Partnerschaftlichkeit beschreiben die genossenschaftlichen Werte der Hamburger Volksbank. Werte, die im Dialog mit den Kunden auf Augenhöhe gelebt werden, die aber auch unter den Mitarbeitern und im Zusammenleben der Menschen allgemein das Verhalten lenken. Als wichtiger und in Hamburg verwurzelter Player engagiert sich die Hamburger Volksbank mit großem Einsatz für die Region. Um diese Initiative weiter zu stärken, hat IMPCT eine Studie erstellt, die darlegt, wie sich die Hamburger Volksbank mit nachhaltigem Engagement noch stärker als aktiver Gestalter der Stadt Hamburg positionieren kann

Investment

Allein die gute Absicht genügt oft nicht. „Wer hat, der kann“ – auch die besten Ideen für einen nachhaltigen Wandel brauchen das nötige Kapital, um ihre volle Wirkung entfalten zu können. Erst mit dem stimmigen Investment gelingt es dem gemeinnützigen Dritten Sektor, Lösungsansätze Wirklichkeit werden zu lassen, sie zu skalieren und groß werden zu lassen. IMPCT ist der Mittler zwischen diesen Welten – wir verbinden wichtige Inhalte mit den richtigen Kapitalquellen.

Wir verbinden das Kapital mit den richtigen Ideen. Wir suchen für das „grüne“ oder „soziale“ Geld die Organisationen und Projekte, die es Wert sind, unterstützt zu werden. Wir nutzen standardisierte und eigens entwickelte KPIs, um Wirkungstransparenz und Rendite – ökonomisch, ökologisch und sozio-kulturell – sicher zu stellen.

Eigene Projekte

IMPCT sieht sich als Wegbereiter der besten Ideen für eine nachhaltige Gesellschaft. Mitunter beschäftigen uns aber Dinge, für die wir in unserem Netzwerk oder im Markt noch keine adäquate Lösung finden. Dann werden wir einfach selbst aktiv und schaffen eigene Angebote und Initiativen, die wir wichtig finden und in der Welt bisher vermissen.

Homees – Ein zweites Zuhause im Netz

Viele Kinder erfahren schon in normalen Zeiten zuhause wenig Förderung in Bezug auf Bewegung, Kreativität und Bildung. In Krisenzeiten wie einer Pandemie verschärft sich dieses Problem zusätzlich, weil Kinder und Jugendliche auch externe Betreuungsangebote nicht mehr wahrnehmen können.

Mit der digitalen Plattform HOMEES ermöglichen wir den Einrichtungen, ihre bisherigen Präsenzangebote ins Digitale zu bringen und diese durch weitere Angebote zu ergänzen. HOMEES vereint Edutainment (Wissen, Persönlichkeitsentwicklung, Spaß, Kreativität, Nachhaltigkeit, MINT), Hilfsangebote zu Krisenprävention und -intervention, Hausaufgabenhilfe/homeschooling und Beratung zu diversen Themen wie z.B. Sucht oder Gewalt.

IMPCT möchte Kindern aus herausforderndem Elternhäusern eine nachhaltig bessere Zukunftsperspektive ermöglichen. Die digitale Plattform schafft eine Schnittstelle zwischen der Zielgruppe, den Präsenzeinrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Schule und freien Beratungsangeboten im Markt. Ein Ort, der die diversen Angebote von Einrichtungen, NGOs und Politik digital bündelt, zugänglich macht und ergänzt.

LoopsAI

LOOPSAI Stoffkreisläufe optimiert durch künstliche Intelligenz – für eine nachhaltige Zukunft in Fülle und Wohlsein.

In urbanen Räumen sammeln sich zahlreiche Roh- und Nährstoffe. Wie auf einer Einbahnstraße gelangen täglich Tonnen von Lebensmitteln in die Städte, deren Überreste meist als Abfall enden und aufwendig entsorgt werden müssen. Die Hürden in Kreisläufen zu denken und mit ihnen zu arbeiten, sind extrem hoch. Viele potenzielle Stoffkreisläufe werden daher noch nicht erkannt.

Mithilfe der intelligenten Software „loopsai“ könnten betriebsübergreifend wirtschaftlich sinnvolle Lösungen für Stoffkreisläufe entwickelt werden. loopsai ermöglicht die Vernetzung einzelner Stoffströme im Sinne einer Ressourceneffizienz: Wer kauft welche Mengen von welchem Rohstoff ein? Ist dies überhaupt nötig oder ließen sich stattdessen auch die Abfallprodukte anderer Unternehmen verwenden? Die intelligente und leicht anwendbare Software zeichnet hierbei das digitale Ebenbild eines Unternehmens und seiner Bedürfnisse, das man auch als „digitalen Zwilling“ bezeichnet. loopsai soll in einem Pilotprojekt – einer Pilzfarm, in der Speisepilze auf Kaffeesatz angebaut werden – trainiert werden. Zwischen der Farm und ihrem digitalen Zwilling entsteht mittels Sensoren ein lernendes Wechselspiel. Dadurch lernt die KI stetig dazu. Schon bald soll sie in der Lage sein, Lösungsvorschläge für komplexe Stoffkreisläufe in allen Wirtschaftsbereichen zu entwickeln. Weiterer Vorteil: Mit dem digitalen Zwilling kann die Auswirkung veränderter Parameter vor einer tatsächlichen Umsetzung in der Praxis getestet werden. Die KI optimiert dabei nicht nur die Hauptprodukte wie Kaffeegetränke oder Speisepilze, sondern hat alle Stoffströme im Blick: Wie wirkt sich z.B. das Beimischen eines weiteren organischen Abfalls zum Kaffeesatz auf die Produktionsmenge einer urbanen Pilzfarm aus? Welche Brühmethode senkt die C02-Bilanz eines Gastronomie-Betriebs maximal, weil der entstehende Bioabfall optimal in Stoffkreisläufe eingespeist werden kann und so gar nicht erst zu Abfall wird? Die Software steht hierbei als Open Source zur Verfügung und erfordert nur wenige Informationen, um loslegen zu können.

Wir, das sind die Uni Bremen und Frisches Management und IMPCT, wollen hochkomplexe Stoffströme nicht nur zu erfassen und besser verstehen, sondern sie auch so miteinander vernetzen, dass am Ende ein geschlossener Kreislauf entsteht. So könnten nicht nur Angebot und Nachfrage besser bedient, sondern auch wertvolle Ressourcen eingespart und Transportwege verkürzt werden.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis würdigt die Idee von loopsai daher mit einer Platzierung unter den Top 3 des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Forschung.

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